Geschichtenecke


Ein verpatzter Sommerabend . . . (Geschichte beendet)
Nina schreibt: Es war ein sehr heisser Tag, die Sonne stand glutrot am Abendhimmel. Die Hitze des Tages hat sich etwas gelegt und die Mücken schwirren im lauen Sommerabend. Ein einsames Häschen, namens Tipi, langweilt sich wie jeden Abend und wusste nichts anzufangen. Aber: es sollte alles ganz anders kommen.
Sonja schreibt: Tipi lag mal wieder langgestreckt im grünen, saftigen Gras, das so lecker schmecken würde, wäre die Welt für das kleine Häschen nicht so verlassen. Lecker duftende Wiesenblumen breiteten sich über die gesamte Landschaft aus, dazwischen huschte immer wieder ein Kaninchen durch die hohen Gräser. Nur Tipi konnte die schöne Natur nicht geniessen, denn schon den ganzen Tag über hatte das Häschen so ein merkwürdiges, laues Gefühl im Magen, dass irgendwas nicht stimmte....
Nina schreibt: Obwohl Tipi nicht mehr der Jüngste war, so ist die Zeit des Frühlings trotzdem von einer gewissen Sehnsucht und Melancholie geprägt, wie jedes Jahr aufs Neue. Er sehnte sich wieder nach einer verständnisvollen Partnerin, die für den Rest seines Lebens, seine Sorgen und Nöte, aber auch die glücklichen Momente teilt. Er hat sich fest vorgenommen, seinen Lebensabend keinesfalls alleine zu verbringen . . .
Sonja schreibt: Also machte er sich, wie jeden Abend, auf um einen kleinen Spaziergang im Wald zu machen, und um nach hübschen Häschen Aussschau zu halten. Bis jetzt hatte er, seit seine Partnerin durch einen tragischen Unfall - besser gesagt durch einen Schuss eines Jägers - ums Leben kam, keine Partnerin mehr. Viel zu groß waren seine Ängste, sein liebes Weibchen wieder zu verlieren.
Lena schreibt: Am Wald angekommen schaute Tipi sich um und entdeckte ein Weibchen. Er beobachtete es lange aus der Ferne und hatte plötzlich ein seltsames Gefühl, so ein Gefühl, wie er hatte, als er seine Partnerin das erste Mal gesehen hatte.
Sonja schreibt: Er wollte dieses hübsche Exemplar auf keinen Fall verpassen und nutzte die Gelegenheit, um sich der Kaninchendame langsam zu nähern. Kurz vor seinem Ziel zupfte er noch einmal sein langes Fellkleid zurecht und als das Weibchen aufschaute, sagte er mit einem sonnigen Lächeln zu ihr: "Hallo, ich heiße Tipi!" Mit einem musternden Blick sah sie Tipi an. "Was wilst du von mir?", antwortete sie schon fast genervt. "Falls du es noch nicht gesehen hast, ich bin gerade beschäftigt. Ich muss noch einen Bau graben, und habe im Moment überhaupt keine Zeit für so aufdringliche Typen wie dich."
Lena schreibt: Tipi erschrak, weil sie so unfreundlich war, aber er gab nicht auf: "Ich könnte dir helfen, ich kann nämlich sehr gut graben." Die Kaninchendame überlegte, aber schließlich meinte sie: "Ich könnte schon eine kleine Pause brauchen. Wenn du willst, dann grab weiter, aber wehe, der Bau stürzt ein!" Tipi machte sich sofort ans Werk und nach kurzer Zeit war der Bau fertig. "Danke" sagte das hübsche Weibchen "Du hast mir wirklich sehr geholfen. Ich bin übrigens Yuna."
Nina schreibt: Tipi bekam vor lauter Aufregung ein ganz rotes Näschen und fing an zu stottern: K..k..k..eine U.u.ursache.
Tipi hoffte insgeheim, dass er bei der hübschen Kaninchendame landen konnte. Aber er wusste genau, wenn ein Kaninchen einen Bau gräbt, dass es wahrscheinlich auch schon einen festen Partner hatte. Nur wie sollte er das in Erfahrung bringen?? Er konnte doch nicht so direkt und plump fragen. Er musste einen diplomatischen Weg suchen.

Lena schreibt: Tipi beschloss, erstmal abzuwarten. "V..v...vielleicht können wir uns i...i...irgendwann noch mal treffen und zusammen Gras mümmeln o..oder so..." "Ja, warum nicht?Wie wäre es morgen mittag?"meinte Yuna. "Ok.Ich komm dann wieder hierhin.Tschüss!"sagte Tipi und verschwand. Als er zu Hause ankam, machte er vor Freude Luftsprünge.
Nina schreibt: Tipi konnte die ganze Nacht kein Auge zumachen, er war zu aufgeregt und hatte jetzt schon Herzklopfen wenn er an Yuna dachte. Anscheinend schlief er dann aber doch für einen kurzen Moment ein, wachte aber morgens mit ziemlichem Kopfweh auf. Auch das anschließende Frühstück in Form von leckerem Löwenzahn konnte ihm nicht recht schmecken. Er war in allgemein schlechter körperlicher Verfassung. Hoffentlich versaute er heute nicht das Treffen mit Yuna.
Sonja schreibt: Mittags brach er auf um Yuna an ihrem verabredeten Treffpunkt zu besuchen. Er war tiereisch aufgeregt und als er endlich bei Yuna ankam, die ihn schon erwarterte, wollte er sie mit einem Hasenknutscher aufs Näschen begrüßen. DOch Yuna hielt ihn zurück: "Bist du wahnsinnig? Was fällt dir eigentlich ein Wir waren zum Grasfuttern verabredet!"
Lena schreibt: "Ähh...ja, tut mir Leid" meinte Tipi verlegen und wandte sich lustlos dem saftigen Gras zu. "Mist" dachte er "ich hab alles versaut. Was Yuna bloß von mir denken wird!" In diesem Moment hörten die beiden einen Schuss aus dem Wald. "Da sind Jäger!" rief Tipi panisch "Wir müssen hier verschwinden!" "Ach was" entgegnete Yuna "uns passiert schon nichts. Mir ist noch nie ein Jäger zu nahe gekommen. Dir etwa?" Tipi zögerte "Mir nicht...aber meine Partnerin ist durch einen Schuss ums Leben gekommen" sagte er leise. "Oh!" meinte Yuna sichtlich schockiert "dann versteh ich deine Angst" sie seufzte "aber immerhin hattest du mal eine Partnerin. Ich bin leider immer noch Single. Aber jetzt lass uns abhauen. Schnell, in meinen Bau!" Die beiden flitzten los und waren schließlich in Sicherheit. Und obwohl Tipi völlig aus der Puste war, hüpfte sein Herz vor Freude.
Nina schreibt: Doch plötzlich ein Geräusch am Eingang zum Bau! Als die beiden sich versahen, stand auch schon Max im Bau. Max ist ein stattlicher Hasengruppenführer und ist Yunas Ex-Partner. Was wollter der nur, dachte Yuna und sah ihn sprachlos und verdutzt an. Max war fast doppelt so groß als Tipi und ein besonders starker Bursche.
Sonja schreibt: "Raus hier!!" schrie er Tipi mit bebender Stimme an. "Und lass dich NIE WIEDER hier blicken! Yuna gehört MIR!" Tipi bekam einen riesen Schreck und war ganz verwirrt. "Y...y..una? Ich d..d..achte du hattest boch keinen P...p...artner?", sagte Tipi kleinlaut und ganz verängstigt angesichts des Muskelpakets das vor Yuna und ihm stand. Tipi wusste weder ein noch aus und in seiner Angst verkroch er sich hinter Yuna und machte sich ganz klein. Yuna würde die Sache schon aufklären, dachte er zumindest ...
Lena schreibt: "Es ist nicht so, wie du denkst, Max" meinte Yuna "Tipi und ich haben nur Gras gemümmelt und dann haben wir einen Schuss gehört. Und weil mein Bau das nächste Versteck war, sind wir hierhin gelaufen............du solltest jetzt lieber abhauen, Tipi" flüsterte sie Tipi zu. Tipi befolgte ihren Rat und machte sich schleunigst aus dem Staub. Max ließ es sich natürlich nicht nehmen, ihm hinterherzubrüllen: "UND WEHE, WENN ICH DICH NOCH EINMAL BEI MEINER YUNA SEHE!!!!!" Tipi rannte so schnell er konnte nach Haus und verkroch sich in der hintersten Ecke seines Baus. "Was hat das zu bedeuten?" dachte er verwirrt "Wieso hat Yuna mir nichts von Max erzählt?"
Sonja schreibt: Doch so schnell gab Tipi nicht auf. Am nächsten Tag brach er schon frühmorgens zu Yunas Bau auf. Und er hatte beschlossen, seinem Weibchen etwas Schönes mitzubringen. Auf dem Weg plfückte er deshalb Yuna einen hübschen Blumenstrauß. "Darüber freut sie sich bestimmt", meinte Tipi. Am Bau angelangt saß Yuna schon vor ihm und futterte leckeres Gras. "Hallo, Tipi", begrüßte sie ihn. "Ich muss mich wirklich bei dir entschuldigen wegen gestern. Ich hätte dir von Max erzählen sollen, aer das ist eine längere Geschichte. Er ist immer wahnsinnig eifersüchtig, eigentlich sind wir ja schon seit einer Ewigkeit getrennt. Aber er akzeptiert einfach nicht dass er mir nichts mehr zu sagen hat und dass ich nicht ihm gehöre." Tipis Näschen wurde rot wie eine Tomate und er sagte: "Hier, der ist für dich..." und gab Yuna den Blumenstrauß. "Ist doch kein Problem, vergessen wir es einfach." Kaum hatten die beiden angefangen miteinander Gras zu mümmeln, tauschte plötzlich Max hinter den beiden auf.
Lena schreibt: Dieser war sofort auf 180:"DU SCHON WIEDER?!?!?!?" brüllte er völlig außer sich "ICH HAB DIR GESTERN NOCH GESAGT DASS DU DICH HIER NICHT MEHR BLICKEN LASSEN SOLLST UND HEUTE MACHST DU DICH SCHON WIEDER AN MEINE YUNA RAN!!!!!! NA WARTE!!!" Er rannte auf Tipi zu und sah aus, als wollte er ihn umbringen. "Tipi, LAUF!!!"schrie Yuna, doch Tipi hatte schon längst die Flucht angetreten. Er rannte so schnell er konnte, aber als er sich umblickte, erschrak er, denn er hatte festgestellt, das Max ihm folgte und auch noch schneller war als er. "Er darf nicht wissen, wo ich wohne" schoss es Tipi durch den Kopf und er rannte in den Wald. Doch bald holte Max ihn ein. "Dein letztes Stündlein hat geschlagen!"brüllte Max und baute sich vor Tipi auf, der zitternd unter einer Wurzel Schutz suchte. Doch in diesem Moment hörten die beiden einen Schuss und die Schritte von Menschen!
Sonja schreibt: Tipi und Max erschraken, doch glücklicherweise entfernten sich die Schritte schnell und es wurde immer ruhiger im Wald. Tipi lugte vorsichtig unter seiner schützenden Wurzel hervor. Er dachte: "Hoffentlich passiert Yuna nichts!" Max war immer noch ganz versteinert vor Schreck. Dann geschah etwas, womit Tipi niemals in seinem Leben gerechnet hätte: Max kroch hilfesuchend und wortlos zu Tipi unter die Wurzel und drückte sich zitternd neben ihn. Im ersten Moment war Tipi ganz verdutzt und wusste nicht was er tun sollte. Eine ganz Weile blieben die beiden so unter dem Schutz liegen.
Nina schreibt: Plötzlich sagte Max kleinlaut: "W.w.w.weißt d.d.d.u, i.i.ch h.h.habe d.d.och g.g.genauso A.A.ngst w.w.wie d.d.u.
Lena schreibt: Die beiden hockten noch eine Zeit lang unter der Wurzel, bis Tipi schließlich sagte: "Ich glaub die Jäger sind weg" und aus dem Versteck kroch. Max folgte zögernd und meinte immer noch ganz verängstigt: "I..Ich glaub, ich geh lieber nach Hause...du hast noch mal Glück gehabt, aber lass deine Finger von meiner Yuna!...Und erzähl niemandem, dass ich Angst vor Jägern habe, klar?" Daraufhin verschwand er. "puuhh, das war knapp" dachte Tipi und hoppelte ebenfalls nach Hause.
Sonja schreibt: Eine Woche später erzählte Tipi Yuna beim Grasmümmeln die ganze Geschichte, obwohl Max sagte, er sollte nicht mehr zu Yuna gehen und niemandem davon erzählen. Yuna sagte darauf: "Und jetzt? Was wenn Max dich sieht? Er glaubt immer noch dass ich ihn gehöre und er wird ausflippen wenn er dich sieht." Und wenn man vom Teufel spricht .... Plötzlich stand Max, wie aus dem Nichts herbeigehoppelt, schon wieder vor den beiden Häschen, genau in dem Moment in dem Tipi seiner Hasendame noch einen Abschiedskuss aufs Näschen drückte, weil er losmusste. Ganz anders als erwartet hatte Max nicht den angsteinflößenden, kalten Blick, sondern lächelte die beiden an. Was ihn wohl zu dieser Sinneswandlung gebracht hatte?
Lena schreibt: Tipi wollte schon weglaufen, doch Max rief: "Bleib doch hier, Tipi, wo willst du denn so schnell hin?" "N..na...nach Hause" stotterte Tipi ängstlich "e..es wird schon dunkel.." "Ach, was!" rief Max "du kannst doch über Nacht bei Yuna bleiben! Schließlich ist der Bau groß genug!" Sprachlos starrten Tipi und Yuna ihn an. "ICH??" dachte Tipi "bei "seiner" Yuna? Das erlaubt der doch nie! Was hat der bloß?" ihm war das ganze nicht geheuer und er meinte "Ach, nee, ich kann besser in meinem Bau schlafen" und hoppelte ziemlich verwirrt nach Hause.
Sonja schreibt: Was er allerdings nicht bemerkte war, dass Max ihm heimlich nach Hause folge. Was er wohl für Absichten hat?
Lena schreibt: Weil Tipi nichts bemerkte, legte er sich ruhig schlafen. Er konnte ja nicht wissen, dass Max sich keineswegs geändert hatte. Dieser wollte Tipi nämlich nachts überfallen und hatte nur so freundlich getan...
Sonja schreibt: So schlich Max heimlich in Tipis Bau und vergewisserte sich, dass Tipi tief und fest schlief. Dann holte er schon aus um Tipi zu attackieren und zu beißen... Doch gerade in dem Moment wachte Tipi zitternd und aufgeregt auf. Puh! Es war nur ein schrecklicher Albtraum ... Aber was war das? Max stand tatsächlich in seinem Bau!
Lena schreibt: "wa...was willst du?" fragte Tipi. "DU hast dich an MEINE Yuna rangemacht! Dafür sollst du bezahlen!!" brüllte Max außer sich vor Wut. Tipi drückte sich ängstlich in einen Ecke. Der einzige Ausgang war durch Max versperrt - was sollte er nur tun?
Sonja schreibt: Er wusste weder ein noch aus. Plötzlich ertönte ganz in der Nähe des Baus ein lauter Knall, wodurch Max kurz abgelenkt war. Diese Gelegenheit nutzte Tipi gleich und drückte sich todesmutig an Max vorbei. Dies kostete ihm einige Überwindung, und ohne zurückzusehen was Max machte, rannte er so schnell er konnte zu Yuna. Atemlos kam er am Bau an, aber Yuna war gerade nicht da. So ein Mist! Er brauchte jetzt dringend einen Unterschlupf wo er sicher ist vor Max. Und er kann ja nicht einfach in Yunas Bau gehen... sie wäre sicherlich beleidigt und würde ihn nicht mehr in ihre Nähe lassen. Was nun?
Lena schreibt: "Yuna oder mein Leben?" dachte Tipi "aber Yuna IST mein Leben... nein ich darf nicht einfach in ihren Bau gehen! Außerdem geht Max da ja auch einfach rein und dann könnte er mich finden!" Also lief Tipi weiter. Aber wohin sollte er laufen?
Sonja schreibt: Er lief und lief. Da sah er auf einmal im Wald einen Einganz zu einem fremden Kaninchenbau. Sollte er sich hineinwagen? Oder war das doch zu gefährlich, weil eine Gruppe ihn angreifen könnte? Er beschloss, einen ganz kurzen, vorsichtigen Blick hineinzuwerfen. Offensichtlich war niemand zu Hause... aber ihm stieg gleich ein allzu bekannter Kaninchengeruch ins Näschen: "Woher kenne ich diesen Duft bloß?", überlegte das Häschen mit einem flauen Gefühl im Magen. Da kam ihm ein Blitzgedanke: "Ohjeh, ojeh! Hier wohnt wohl mein gefürchteter Feind Max!"
Lena schreibt: Er hörte, wie Max näher kam. " Ich muss hier bleiben, wenn ich raus gehe, lauf ich max direkt in die Arme!" Also verkroch Tipi sich in Max` Bau. Max würde doch wohl nicht jetzt schon aufgeben und nach Hause gehen ... und er würde doch auch nicht in seinem eigenen Bau nach Tipi suchen - oder doch?
Sonja schreibt: Puh, es schien noch einmal gut gegangn zu sein. Max schaute nicht in den Bau, sondern lief daran vorbei um Tipi woanders zu suchen. Fü diesen Moment war Tipi gerettet - aber wenn Max zurückkam? Er konnte doch nicht hier bleiben. Und wenn er hinausläuft, dann wird er Max sicherlich begegnen.
Lena schreibt: "Ich kann hier nicht warten, bis Max zurückkommt und mich findet!" dachte Tipi und näherte sich vorsichtig dem Ausgang. Er schaute hinaus - kein Max zu sehen! "Jetzt oder nie!" sagte Tipi und schlich langsam aus dem Bau.
Sonja schreibt: Er sah sich vorsichtig um. Es schien, als wäre Max nicht in der Nähe, aber zu seinem Unglück hatte Tipi vergessen, sich umzudrehen. Und wer war wohl hinter ihm? Ein grasfressender Max! Dieser erblickte Tipi natürlich sofort und wurde stinksauer.
Lena schreibt: "WAS MACHST DU DENN HIER!"brüllte Max "ERST MACHST DU DICH AN MEINE YUNA RAN UND DANN SCHNÜFFELST DU AUCH NOCH IN MEINEM BAU HERUM!!!!" Tipi zögerte nicht lange und rannte los. Ihm war klar, dass Max ihm folgen würde und ihm war auch klar, dass er ihn früher oder später einholen würde. Tipis einzige Chance war es, Yuna zu finden. Vielleicht könnte sie Max beruhigen. Also rannte Tipi zu Yunas Bau. Er war fast am Ziel, als er sich umblickte und sah, dass Max ihn fast eingeholt hatte. "Hoffentlich ist Yuna jetzt da" dachte Tipi panisch "sonst bin ich erledigt..."
Sonja schreibt: MAx brüllte hinter ihm mit bebender Stimme: "Glaub bloß nicht, dass du bei MEINER Yuna sicher bist. Die ist nämlich diesmal nicht da um dich zu retten, ich mache einen Hasenbraten aus dir!" Tipi erschrak. Yuna war nicht da! Hatte Max ihr was angetan? Der kleine Hoppler wurde wütend auf Max und blieb mit einem mal stehen. Er wollte sich endlich seinem Feind stellen und ihm zeigen, wer hier der Boss ist. Max rannte aber hirnlos weiter und bemerkte nicht dass Tipi stehen blieb. So lief er geradewegs auf den sitzenden Tipi zu.
Lena schreibt: Max kam mit einer rasenden Geschwindigkeit näher. Obwohl Tipi sich ihm eigentlich stellen wollte, bekam er langsam doch Angst. Max würde ihn glatt umrennen und bei der Geschwindigkeit wär das ziemlich gefährlich für beide. Max rannte weiter schnurstracks auf Tipi zu. Es schien ihn garnicht zu interessieren, dass er sich auch verletzen könnte, wenn er Tipi umrennt. Max lief weiter. Kurz vor Tipi machte einen riesigen Sprung mit dem er sich auf Tipi stürzen wollte, doch im letzten Moment sprang Tipi zur Seite.
Nina schreibt: Leider stand hnter Tipi ein großer Baum. Max knallte mit voller Wucht gegen den mächtigen Stamm. Es machte einen Knall und Max blieb bewußtlos auf dem Rücken liegen. Nach einiger Zeit stand Max wieder auf und schüttelte sich. Als Max wieder zur Besinnung kam, war er nicht mehr wiederzuerkennen . . .
Sonja schreibt: "Wo bin ich?", sagte Max mit einem Tonfall, wie es Tipi von ihm noch nie gehört hatte. Er war auf einmal so freundlich... "Wer bist du? Und wer bin ich?", flüsterte Max ganz verwirrt. Tipi war ganz verdutzt angesichts des verwandelten Max, der nun hilflos vor ihm stand. Tipi stand mit offenem Mund vor Max und bekam kein Wort heraus. Was sollte er jetzt mit Max machen? Da kam ihm eine tolle Idee. "Ich werde ihm eine Lügengeschichte auftischen, er weiß ja nichts mehr über seine Vergangenheit", dachte Tipi.
Lena schreibt: "Wir haben zusammen fangen gespielt und dabei bist du gegen den Baum gelaufen!" meinte Tipi freundlich. Max sah Tipi verwundert an: "Wer bist du denn? Und wer bin ich?" "Du bist Max und ich bin Tipi, dein bester Freund" erwiderte Tipi wie selbstverständlich. "Das klappt ja super! Max glaubt alles" dachte Tipi erfreut. Doch plötzlich fragte Max: "Und wer ist das?" Tipi drehte sich verwundert um. Hinter den beiden saß eine ziemlich verdutzt dreinblickende Yuna.
Sonja schreibt: Ohnein... was, wenn Yuna mitbekam, dass Tipi mit Max ein ziemlich übles Spielchen spielte? "Ähm...das ist...ich weiß nicht." Yunas schaute die beiden fragend an und ihr Gesichtsausdruck wurde wütender. "Was ist hier los?!", rief sie auf einmal aufgeregt. "Max, warte hier bitte einen Moment, ich muss mal schnell mit diesem Kaninchen etwas besprechen.", sagte Tipi. Er schnappte sich Yuna und zog sie hinter einen Baum. Anschließend erklärte er ihr die ganze Geschichte und was er mit Max vorhatte. "Willst du mir dabei helfen?",fragte Tipi hoffnungsvoll. Yuna antwortete grinsend: "Achso, wenn es sonst nichts weiter ist... Klar helfe ich dir, Max reinzulegen. Er hat es nicht anders verdient! Wir müssen uns nur noch überlegen, was wir mit ihm vorhaben"
Lena schreibt: "Ich bin dafür, dass wir ihm erzählen, er wohne ganz weit weg und wäre nur zu Besuch... vielleicht geht er dann sein angebliches zuhause suchen und wäre für immer weg..." schlug Tipi vor. "Ja das ist super, dann wären wir ihn endlich los... obwohl, vielleicht kann er ja ganz nett sein, schließlich weiß er nichts von seiner Vergangenheit. Ich finde, wir solltn ihn hierbehalten und uns etwas andres überlegen" erwiderte Yuna.
Sonja schreibt: "Hmm, du hast Recht. Aber was, wenn er sich wieder an seine Vergangenheit erinnert?", sagte Tipi zu Yuna.und überlegte angestrengt. "Nein, das glaube ich nicht. Weißt du was? Wir geben uns vor Maxals Pärchen aus, dann haben wir endlich unsere Ruhe....", meinte Yuna. "Er weiß ja nicht, dass ich seine Ex bin" Grinsend kamen die beiden hinter dem Baum hervor.
Lena schreibt: "Tipi, wer ist das denn jetzt?" fragte Max ungeduldig. Tipi wollte grad antworten, als ihm einfiel, dass er ja gesagt hatte, er würde Yuna gar nicht kennen. Wie sollte er das jetzt erklären?
Sonja schreibt: "Ähm... das ist Yuna", sagte Klopfer einfach in der Hoffnung, Max würde nicht nachdenken und mnichts bemerken. Doch leider schien Max sich daran zu erinnern. "Wieso kennst du das Kaninchen auf einmal? Ich dachte du kennst sie nicht. Und wer ist überhaupt Yuna? Irgendwas stimmt hier doch nicht..." Tipi schreckte zusammen. Ohnein! Was wenn die ganze Geschichte aufflog? Er hatte sich in ein Lügenwirrwarr verstrickt... "Yuna ist meine Freundin", sagte Tipi einfach. "Ich hab sie nicht gleich erkannt, tut nur Leid. Es ist alles in Ordn..." "Sie ist aber hübsch", bemerkte Max und musterte Yuna. "Könnte mein Bunny sein", grinste Max.
Sonja schreibt: Tipi wurde unruhig. Was, wenn May nun doch einfiel, dass Yuna seine Ex ist? Dann würde er wahrscheinlich in kürzester Zeit zu einem Hasenbraten umgewandelt werden. "Max, bitte. Yuna mag es nicht so gerne, von Fremden so angesprochen zu werden.", stammelte Tipi und seine einzige Hoffnung war es, dass Max´ Erinnerung nicht zurückkommen würde. Anscheinend war das auch nicht der Fall, denn Max sagte in einem außerst heiterem Tonfall: "Ist klar, ich finde hier sowieso noch genügend hübsche Bunnys". Yunas blick wurde immer düsterer. Sie dachte daran, wie fies sie Max in früheren Zeiten behandelt hatte und wünschte keiner anderen Kaninchendame dasselbe Schicksal. Auch wenn Max sich verändert hatte. Tipi bemerkte, dass Yuna nachdenklich wurde und hatte schon Angst, dass er etwas Falsches gesagt haben könnte. Schnell fügte er hinzu: "Yuna, lass uns doch bitte gehen. Es ist schon spät, wir müssen nach Hause", meinte Tipi. Insgeheim hoffte er natürlich, bei Yuna zu landen... Doch erst einmal mussten sie Max irgendwie abwimmeln. Langsam begann er, etwas zu nerven. Plötzlich - wie aus dem Nichts zog ein großer Schatten über die 3 Kaninchen. Gleich darauf folgte ein markerschütternder Schrei... das war der Schrei eines Adlers!
Lena schreibt: Tipi blieb fast das Herz stehen vor Schreck. Er zuckte zusammen und wollte weglaufen, doch seine Beine gehorchten nicht. Also machte er sich ganz klein und erwartete das schlimmste-und hörte wie Max hinter ihm aufschrie!
Sonja schreibt: Das war kein gewöhnlicher Schrei, sondern es war ein Schrei, der Lebensangst bedeutete. Das hatte Tipi sofort bemerkt und sich auf der Stelle umgedreht. Was, wenn Max etwas passiert war? Und gar nicht auszudenken, wenn Yuna... Aber Tipi sah, dass Yuna nicht weit von ihm entfernt unter einem Busch Schutz gesucht hatte. Sie war unversehrt, aber in ihren Augen war die blanke Angst zu sehen. Was war nur los? Tipi sah um sich - der Adler war weg, aber Max auch! "Yuna!", rief er verzewifelt und rannte todesmutig zu ihr unter den Schutz bietenden Busch. "Yuna, wo ist Max? Ich habe mich umgedreht, und er war einfach weg", sagte Tipi mit zitternder Stimme und drückte sich, ohne es zu merken, an Yunas weiches Fell. "Tipi...der A..A..Adler hat Max g..g..anz einfach m..m..itgenommen!", stieß die verschreckte Yuna hervor und brach in Tränen aus.
Lena schreibt: "Was?!" rief Tipi entsetzt. Er mochte Max zwar überhaupt nicht, aber deswegen wünschte er ihm ja nicht gleich den Tod. Yuna schien es ähnlich zu gehen. "Armer Max!" schluchzte sie.
Sonja schreibt: "Komm, wir gehn nach Hause", sagte Tipi und zog Yuna am Fell. Aber dann fiel ihm doch ein, dass sie ja gar nicht zusammen in einer Kaninchenhöhle hausten. "Also, jeder geht zu sich nach Hause...", sagte er schnell. Yuna sah ihn mit großen Augen an. "Tipi, möchtest du nicht doch lieber zu mir in die Höhle kommen? Ich habe ein wenig Angst, dass der Adler zurückkommt. Nur für heute, okay?" Und Yuna konnte gar nicht ahnen, dass Tipis Traum gerade in Erfüllung gegangen war. So gingen beide zu Yuna nach Hause, krochen in die gemütliche Kaninchenhöhle und schliefen sofort zusammengekuschelt ein. Am nächsten Tag - es war noch ganz früh am Morgen - wurde Tipi durch ein Buddeln vorm Eingang aufgeweckt. Er weckte Yuna, und auch sie spitzte die Ohren.
Lena schreibt: "I-ich glaube, da ist jemand..." flüsterte sie ängstlich. Tipi nickte nur und wagte nicht, etwas zu sagen. Die beiden Kaninchen blieben eng zusammengekuschelt in ihrem Bau hocken und lauschten, aber das Geräusch blieb. "Wer ist da draußen nur?" fragte Yuna leise. "Ich weiß es doch auch nicht" gab Tipi zurück und beschloss, der Sache auf den Grund zu gehen.
Sonja schreibt: Gesagt, getan.
Er schlich ganz langsam und lautlos aus seinem sicheren Versteck und hielt die Luft an, als er aus der Höhle lugte. Doch weit und breit war niemand zu sehen - einzig ein paar Buddelspuren konnte Tipi vor dem Bau erkennen.
"Yuna, hier ist niemand...", sagte er ganz leise zu ihr. "Tipi, bist du sicher?" "Ja, nur ein paar Buddelspuren..." "Merkwürdig", sagte Yuna und grübelte. Sie wollte nicht recht glauben, dass da niemand draußen war und ging nach oben zu Tipi. "Tipi, komm, lass uns doch bitte draußen nachsehen, da muss doch irgendwer sein!", sagte sie zu Tipi und die beiden hoppelten vorsichtig aus dem Bau. Sie blickten um sich, doch niemand war da. Doch plötzlich hörten sie hinter ihnen ein fröhliches Lachen - das hörte sich an wie Max! Die beiden Kaninchen drehten sich um, und tatsächlich: Der totgeglaubte Max stand wahrlich vor ihnen. Mit weit aufgerissenen Augen starrten sie ihn an und wussten erst einmal nicht, was sie darauf sagen sollten. "Na, was ist? Warum guckt ihr so als wäre ich ein Außerirdischer?", rief Max fröhlich. Wie war das möglich?
Lena schreibt: "Max?" fragte Tipi fassungslos. "Bist du ds wirklich?" "Na klar, wer denn sonst?" antwortete dieser leicht verdutzt. Er war offensichtlich gut gelaunt und völlig unversehrt. Tipi und Yuna verstanden die Welt nicht mehr: Wieso lebte Max noch? Und wieso schien er sich nicht daran zu erinnern, das ihn der Adler geschnappt hatte?
Dunja schreibt: "Wie, wie hast du das gemacht?",fragte Tipi verunsichert, als Max den beiden übertrieben freundlich näher rückte. Yuna drückte sich eng an Tipi, die Lage war ihr nicht geheuer. "Nun sag schon, wie hast du das bloß geschafft?",versuchte Tipi es noch einmal. Max baute sich bedrohlich vor den beiden auf und begann hämisch zu lachen. Yuna schaute Max mit großen Augen an "Was hast du vor?" "Lasst euch überraschen",und nach hinten gewandt sagte Max,"du kannst rauskommen, hier ist das doppelte Futter, das ich dir versprochen habe!"
Lena schreibt: "Was...?" begann Yuna noch einmal, brach aber ab. Was war hier nur los? Wieso verhielt sich Max auf einmal so seltsam? Plötzlich raschelte es in dem Busch hinter Max. Tipi und Yuna erschraken und drückten sich noch enger zusammen. Voller Angst starrten sie auf das Gebüsch. Wen hatte Max da nur gerufen?
Dunja schreibt: "Vögel sind einfach nicht zum Laufen geschaffen.",stöhnte der Adler, als er seine langen Flügel hinter sich aus dem Busch zog. Yuna schaltete zuerst. "Tipi, lauf!",flüsterte sie und schon rannten die beiden um ihr Leben, dem rettenden Bau entgegen.
Lena schreibt: "Na wartet, euch krieg ich schon!" rief der Adler, streckte seine Flügel aus und flog los. Panisch rannten Tipi und Yuna weiterhin auf den Bau zu. "Gebt´s auf, ich krieg euch ja doch!" Der Adler flog jetzt in einigen Metern Höhe, genau über den hilflosen Kaninchen. "Gleich hab ich euch!" Der Vogel öffnete seine Krallen und setzte zum Sturzflug an.
Dunja schreibt: "Haken!",schrie Tipi, worauf er und Yuna eine scharfe Wendung machten."Aber hier gehts nicht zum Bau!",rief Yuna. Die beiden Kaninchen rannten direkt aufs offene Feld.
Sonja schreibt: Doch sie hätten sich nie träumen lassen, dass ein Adler so dumm sein konnte... Der Adler versuchte, hinter Yuna herzukommen und sah nicht, dass er direkt auf einen großen Baum zuflog - und er prallte mit voller Wucht dagegen. Es machte einen lauten Knall und Tipi und Yuna sahen sich um. Direkt am Rand des Feldes, neben dem Baum, lag der Adler - tot.
Lena schreibt: "Oh mein Gott!" flüsterte Yuna schockiert. Langsam näherten sich alle drei Kaninchen dem toten Vogel.
Dunja schreibt: "Lass uns verschwinden.",meinte Tipi und stupste Yuna an. Doch die starrte mit angsterfülltem Blick auf den Adler, dann hob sie den Kopf und schaute Max in die Augen. "Warum hast du das getan?" Yunas Stimme zitterte und das kleine Näschen wackelte in atemberaubendem Tempo. Tipi schaute abwechselnd von Yuna zu Max. Langsam ließ sein Schockzustand nach und es entwickelte sich eine riesige Wut in ihm - gegen Max.
Lena schreibt: "Du hast uns verraten!" stieß Tipi hervor und starrte Max wütend an. "Aber warum nur? Wir sind doch Freunde!" Im Gegensatz zu Tipi klang Yuna eher verletzt als wütend. Die beiden gingen auf Max zu, ganz langsam, obwohl sich Tipi am liebsten auf ihn gestürzt hätte. "Warum hst du das getan, Mx?"
Sonja schreibt: Max erwiderte darauf: "WARUM, WARUM! Könnt ihr euch das nicht denken? Tipi, du hast mir MEINE Yuna vor der Nase weggeschnappt. Dafür solltest du büßen! Und Yuna! Du hast dich ohne meine Erlaubnis an diesen... diesen...Schleimbatzen rangemacht! Und all das wurde mir klar, als der Adler mich als seine Beute weggetragen hat" Max Stimme zitterte vor Wut, "also was war mir da wohl lieber, mein Leben, oder euer verlogenes, was meint ihr? Wir waren noch nie Freunde, sind es nicht und werden es NIEMALS werden!" Max drehte sich um und stolperte davon, ohne sich nur einmal umzudrehen. Yuna und Tipi sahen sich an und Yuna hatte eine kleine Träne in ihren braunen Knopfäuglein. "Yuna, alles wird gut", sagte Tipi beruhigend zu ihr. Insgeheim war er froh, dass Max sie nun endlich in Ruhe lassen würde. "Max ist so gemein. Es ist nicht wahr, dass ich für alles seine Erlaubnis brauche. Er ist mein Ex-Freund! Ich habe Angst, dass er nochmal zurückkommt." "Das wird er nicht", entgegnete Tipi sicher und kuschelte sich an ihr weiches Fell, "ganz sicher nicht."
Und was Tipi vorhergesagt hatte, trat dann auch ein. Max zog weg, ganz weit weg und Tipi und Yuna sahen ihn niemehr wieder. Die beiden Kaninchen wurden ein glückliches Paar und schon bald hatten sie viele kleine Kaninchenjungen, allesamt kleine Yunas und Tipis. Von nun an bringt sie niemand mehr auseinander!

--- HAPPY END ---




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